Wanderfalken in Regensburg

WanderfalkenEin bemerkenswerter Bewohner der Regensburger Altstadt ist der Wanderfalke (Falco Peregrinus). Diese Art entging in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts nur knapp seiner Ausrottung. Ursache war der weltweit verbreitete Einsatz des Insektizides DDT, das der Wanderfalke am Ende der Nahrungskette stehend in hohen Konzentrationen aufnahm. Ein weitreichendes Verbot von DDT und strenge Unterschutzstellung der Vögel erlaubte es der Wanderfalkenpopulation, sich im Laufe der Jahrzehnte wieder zu erholen. Der Bestand gilt aktuell als nicht mehr gefährdet – eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes.

WanderfalkenWanderfalken sind in unserer Region ausgesprochene Felsbrüter, ausnahmsweise werden aber auch "Ersatzfelsen" angenommen: mit Nistkästen versehene, hoch aufragende Gebäude können den schnellen Jägern der Lüfte als Brutplatz im urbanen Raum dienen. Seit 2007 brütet das erste Wanderfalkenpaar im Turm des alten Regensburger Rathauses. Den Wanderfalken-Kasten baute Egbert Schelbert (Landesbund für Vogelschutz) mit Erlaubnis des Oberbürgermeisters ein. Er ist auch der Schirmherr der Wanderfalken.

Der auf Vogeljagd spezialisierte Greifvogel ist ein gern gesehener Gast im Umfeld der von Tauben bevölkerten Altstadt, leistet er doch einen kleinen Beitrag zur Vergrämung der zahlreichen Regensburger "Stadttauben". Durchschnittlich drei bis vier Eier werden von beiden Elternvögeln bebrütet.

Wanderfalken
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© Z. Tunka/LBV